Abschied & Zuhause wieder richtig ankommen

Ich will keinem etwas vormachen, der Abschied war extrem schwer und sehr tränenreich.  Ich habe in Kanada zwei sehr gute Freunde gefunden, die praktisch von Anfang an dabei waren, und mit denen sich vorallem am Ende eine sehr sehr gute Freundschaft entwickelt hat. Ich werde die zwei wirklich sehr vermissen, und tue das jetzt auch, aber das wusste ich eigentlich schon als ich die zwei kennenlernte.

Der Abschied:  Von meinen zwei besten Freunden Luke & Kristin verabschiedete ich mich am Abend bevor ich wieder nach Hause geflogen bin. Ich hatte mich tagsüber, nachdem ich mit packen fertig war, noch ein letztes mal mit Kristin getroffen und schon als wir im Auto saßen und ihre Mutter mich nach Hause fuhr, wusste ich das mir dieser Abschied besonders schwer fallen würde. Und das tat es mir dann auch; ich hätte niemals gedacht dort in Kanada eine so gute Freundin finden würde, die mit mir durch Dick&Dünn geht und mit der ich soviel gemeinsam habe. Nach der tränenrecihen Verabschiedung von meiner besten Freundin ging ich ins Haus zu meiner Gastfamilie und auch die merkten, wie sehr mich dieser Abschied zu schaffen machte. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen mit meiner Gastfamilie traf ich mich noch ein mal mit meinem besten Freund Luke, der mir auch während meiner Zeit in Nova Scotia sehr ans Herz gewachsen ist. Wie auch bei Kristin viel mir der Abschied hier unglublich schwer, weil auch er eine der Personen ist, die meine Zeit dort so schön und unvergesslich machte. Kristin und Luke zeigten mir Dinge, die man als normaler Tourist niemals sehen würde, und waren/sind die besten Freunde die man sich für diese Zeit hätte wünschen können.

Am nächsten Morgen musste ich recht früh aufstehen, da mein Flug gegen Mittag ging und wir einige Zeit hinfahren mussten ging es auch so früh mit meiner Gastfamilie los zum Flughafen nach Halifax. Nachdem wir am Flughafen ankamen, luden wir mein Gepäck aus und ich checkte ein. Wir gingen alle noch zusammen bis zum Sicherheits-Check-in und dann musste ich mich auch von meiner Gastfamile verabschieden. Ich hatte wirklich Glück, bei einer solchen Familie zu landen, mit denen ich mich so gut verstand und in die ich so gut reinpasste. Ich habe jetzt nicht nur ein Zuhause, sondern Zwei und das ist das schönste was ich hätte mitnehmen können von meiner Zeit im Ausland. Genrell habe ich viel mitgenommen, und das ist vorallem den Menschen die ich dort getroffen habe zu verdanken.

Als ich durch den Sicherheits-Check-In durch war, ging ich recht zügig zu meinem Gate, denn ich war; wie so oft; zu spät. dort traf ich noch ein Mädchen aus Hamburg und flog dann zuerst nach Toronto. Dort angekommen suchten wir unser nächstes Gate, da unser Anschlussflug aber erst circa 3 Stunden später ging, statteten wir unserem geliebten „Tim Hortons“ noch einen letzten Besuch ab. Wir warteten dann noch eine Weile auf unseren Flug, unterhielten uns und schlussendlich stiegen wir dann in unser Flugzeug.

Der  Flug ging für uns (nach kanadischer Zeit) über Nacht, jedoch konnte ich trotzdem nicht schlafen, und las deswegen noch die Briefe meiner Freunde, schaute ein paar Filme und hörte Musik bis ich schließlich gegen 06.00 Uhr morgens in Frankfurt landete.

Meine Familie und Freunde holten mich ab, und es war echt  komisch alles wieder auf Deutsch zu hören und dieses auch zu sprechen. An diesem Tag war es dann auch recht schwer wach zu bleiben, denn für mich war es ja praktisch nachts und um nicht komplett im Jetlag zu versinken, etschied ich mich dazu wach zu bleiben und zu normaler, deutscher Zeit ins Bett zu gehen.

An dem Tag meiner Rückkehr nach Deutschland passierte nicht mehr viel, auch weil ich mich erstmal wieder an alles gewöhnen musste. Aber eins kann ich sagen, der Abschied von Kanada und die Rückkehr nach Duetschland war alles andere als einfach.

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Prom

Zwar ein ziemlich verspätet aber trotzdem, ein kleiner Bericht über den Abschlussball (Prom) und unten in der Bildergalerie ein paar neue Fotos.

Am 26.06 war der Abschlussball, also genau am Anfang meiner letzten Woche in Kanada. Der Tag begann ziemlich stressig für mich, da ich immer noch eine Handtasche und einige Kleinigkeiten brauchte. Eine gute Freundin von mir wollte mir mit meiner Frisur und dem ganzen anderen Kram helfen und da ich ja noch einige Sachen brauchte, traf ich sie in der Mall. Nachdem wir alles bekommen hatten, fuhren wir zurück zu mir und ich begann mich zu schminken, während sie mit meinen Haaren anfing.

Gegen circa 15.15 Uhr holte mich eine andere gute Freundin und ihre Gastfamilie ab, und wir fuhren zu einem Golfcourse, an dem traditionell immer Fotos gemacht werden, bevor es zum eigentlichen Prom geht. An dem besagten Golfcourse angekommen traf ich dann auch auf mein Prom Date Juan, der schon mit den obligatorischen Blumen auf mich wartete. Wir machten einige Gruppenfotos mit allen Internationals die dort waren, sowie Einzelfotos und ein Foto des kompletten Abschlussjahrganges. Gegen 18.30 Uhr gingen wir zu den Bussen, die uns zum Veranstaltungsort des Proms bringen würden, und erreichten diesen dann gegen 19.00 Uhr. Wir stellten uns dann mit unseren Dates in einer Reihe auf, da dann der sogenannte „Grad March“ begann. Dieser bestand einfach nur daraus vor den Familien und Freunden, die natürlich nicht beim Prom anwesend sein würden, eine große Runde zu laufen, und fotografiert zu werden. Als diese Tradition auch geschafft war stellten wir uns alle an, um in das Gebäude zu kommen, in dem der eigentliche Prom stattfand.

Ich finde, in den ganzen Teenie-Filmen wird dieses ganze Prom-Gedöns immer viel zu sehr aufgebauscht. Gut, es ist ein großes Ereignis und manche Mädels planen alles im schon im Jahr (!) davor, aber im Grunde ist es einfach nur ein einfacher Abschlussball, bei dem viel getanzt wird und bei dem alle ihren Abschluss feiern. Ähnlich wie in Europa also.

Der Prom war gegen 23.00 Uhr vorbei, und dann gingen alle Mädels zu Umkleiden um sich aus ihren festlichen Kleidern zu befreien und sich für die kommende Party umzuziehen. Das war auch nichts besonders festliches, da sich alle meist einfach nur in Pullover und Leggings umzogen.  Der Bus von vorhin holte uns dann wieder ab und brachte uns zum Veranstaltungsort der Prom Party, die außerhalb der Stadt bei einem Cottage eines Seniors (Schülers der Abschlussklasse) stattfand. Dort war das Gelände eingezäunt und es gab Kontrollen wer auf das Gelände durfte oder nicht, und wer es einmal verlassen hatte, durfte auch nicht wiederkommen.

Alles in allem war es eine schöne Erfahrung und eine tolle Zeit die ich auf diesem kanadischen Prom verbracht habe, und aufjedenfall etwas das ich nicht missen möchte wenn ich an meine Zeit in Kanada denke.

Der letzte Monat in Kanada…

So…es wird nun langsam aber sicher klar das mein Austauschhalbjahr nun zu Ende geht. Vergangene Woche (12.06-16.06) war meine letzte richtige Schulwoche hier in Kanada, und das zu realisieren ist echt komisch. Nächste Woche sind Abschlussprüfungen, diese sind am Ende jedes Semesters und es ist eine ganze Woche in der diese Prüfungen von allen Klassenstufen geschrieben werden. Es gibt dafür einen extra Plan, und da ich nur 3 Prüfungen habe, muss ich nur am Dienstag und am Freitag nächste Woche in die Schule. Das hat auch seine Vorteile, denn dann habe ich noch etwas mehr Zeit mich mit meinen Freunden zu treffen, natürlich erst nachdem ich für die besagten Prüfungen gelernt habe 🙂

Des weiteren ist in den letzten Wochen nicht viel passiert, abgesehen von den letzten 2 Events mit den anderen Internationals die hier in New Glasgow zur Schule gehen. Das erste „Event“ war einfach nur ein Shoppingtrip nach Halifax, wobei es eigentlich mehr im Interesse aller war Zeit zusammen zu verbringen und nicht einkaufen zu gehen. Das ander “ Event“ war ein Ausflug zu „Peggy´s Cove“, eine Bucht mit einem kleinen Dorf und einem bekanntem Leuchtturm der fast in jeder Broschüre über Nova Scotia zu finden ist.  Die Bilder dazu werden auch noch bald kommen. Danach haben wir noch ein letztes Mal ein Einkaufszentrum aufgesucht, weil es für viele das letzte Mal sein wird das sie in Halifax einkaufen können.

Vor knapp zwei Wochen waren meine Gastschwester und ich mit unseren Gasteltern für ein Wochenende in Cape Breton, was eine größere Insel (immernoch Teil von Nova Scotia) ist auf der nicht sehr viele Menschen leben. Die Landschaft war sehr schön, Fotos kommen dann auch noch, und es hat echt Spaß gemacht auf diesem „Roadtrip“ zu sein. Wir haben dann in einer Stadt namens „Louisbourg“ übernachtet, deren Sehenswürdigkeit eine Festung mit dem gleichen Namen ist. diese haben wir dann am nächsten besichtigt.  Außerdem sind auf dieser Insel einige Nationalparks und Wanderwege, von denen wir auch einige besucht haben.

Während der letzten Wochen habe ich mich auch nochmal besser mit den Mädels aus der Gruppe von den Internationals angefreundet und war dann auch mit ihnen auf den Ausflügen immer irgendwo, was sehr viel Spaß gemacht hat. Ich finde es ein wenig schade, dass ich mich nicht früher mit ihnen angefreundet habe, weil die Mädels echt nett sind und es immer etwas zu lachen gibt.

In den kommenden zwei Wochen die ich noch hier bleiben werde sind auch noch einige Dinge geplant. Während der Prüfungswoche oder auch danach wollte eine gute Freundin von mir nochmal nach Halifax fahren und dann nochmal an den Strand fahren. Außerdem werden meine Gastschwester und ich uns noch mit anderen Austauschschülern von einer anderen Schule treffen und es ist auch noch eine Abschiedsfeier geplant, bei der aber noch nicht ganz fest steht wo das ganze stattfinden soll. Sonst findet am 26.Juni ja noch der Abschlussball statt von dem ich schonmal erzählt hatte,  für den ich mein Kleid immernoch beim Schneider abholen muss, einfach aus dem Grund weil ich es die ganze Zeit vergessen habe. Am Tag nach dem Abschlussball ist geplant mir meiner Gastmutter und meiner Gastschwester nach Prince Edward Island zu fahren, um die Landschaft und ein Theaterstück zu sehen das nur auf dieser Insel aufgeführt wird.

Das sind so die Pläne für die nächsten/letzten zwei Wochen. Ich habe auch letztens eine kanadische Flagge gekauft, auf der alle meine Freunde und die Internationals unterschrieben haben oder es noch tun werden. Dieses unterschreiben der Flagge ist so eine Austauschschüler-Tradition, und ich denke das diese Flagge dann am Ende einfach ein schönes Erinnerungsstück ist.

Das war es für heute, ich melde mich demnächst wieder, und werde auch die Bilder von Cape Breton und Peggy´s Cove hochladen.

 

Everyday life and just things about being an exchange student in Canada

Es gibt nicht sehr viel zu erzählen im Moment, der Alltag kommt mir manchmal so vor, als wäre ich schon ewig hier und würde auch hier bleiben. Die Schule hat auch meist den gleichen Ablauf,  mit einigen wenigen Ausnahmen.

Letzten Monat sind einige neue Internationals angekommen, meistens aus Frankreich, ich glaube sogar nur aus Frankreich, was die Gruppe der Austauschschüler größer werden ließ. Diese sind dann für die letzten 2 Monate hier, und nachdem ich mit einigen von den neu angekommenen Internationals gesprochen habe, machen das die meisten um nicht zu lange von zuhause weg zu sein, um nichts dort zu verpassen und um direkt zurück zur Schule gehen können ohne viel nacharbeiten zu müssen. Das habe ich ja noch vor mir, auch wenn ich nicht sooo viel Lust darauf habe. Aber ich habe ja noch ein wenig Zeit hier in Kanada übrig.

Ich war in den vergangen Wochen einige Male bei den Rugby-Spielen meiner Highschool, das Team anfeuern und was mir wirklich aufgefallen ist,das der „Teamspirit“ egal für welches Team  und egal ob am verlieren oder gewinnen, extrem stark ist. Jeder ist stolz ein Teil der Schulgemeinde oder Teams zu sein, weil man auch von jeder Seite unterstützt wird, das ist mir in Deutschland an meiner Schule nie so aufgefallen. Aber gut, wir haben ja auch kaum Schulteams an der Schule und generell ist es eher ein nicht wirklich vorhandenes Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Außerdem gibt es jetzt, wo die Zeit meines Austausches sich langsam dem Ende neigt gibt es auch noch einige gemeinsame Ausflüge mit den anderen Internationals, und meine Gastmutter plant einen Ausflug nach Prince Edward Island mit meiner Gastschwester und mir.

Vor zwei Wochen war ein Kunst und Musik Festival in New Glasgow, auf dem ich mit meinen Freunden war. Größenteils war es mehr Kunst als Musik und da es an diesem Abend am regnen war, ist man eigentlich nur von Gebäude zu Gebäude gelaufen, da das Festival eigentlich draußen geplant war. Es hat trotzdem Spaß gemacht Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, auch wenn das der gleiche Tag war, an dem ich zu einer anderen Gastfamilie gezogen bin.

Die letzten zwei Wochen habe ich bei einer anderen Gastfamilie verbracht, da meine Gasteltern nach Ontario zu ihrem verunglückten Sohn fahren mussten. Diese andere Gastfamilie war unglaublich nett und sehr fürsorglich. Außerdem politisch engagiert, weswegen meine Gastschwester und ich an einigen Events teilnehmen konnten. Es war alles in allem eine sehr schöne und interessante Zeit in der anderen Familie und falls ich hier her zurück kommen sollte, werde ich aufjedenfall beide meine Gastfamilien besuchen.

Eine Woche bei der neuen Gastfamilie und ich bekam eine dicke Erkältung (um mich wurde sich gut gesorgt), auch weil das Wetter ständig am umschlagen war. An einem Tag war es sehr warm; Ja hier wird es auch langsam wärmer; und dann am nächsten Tag wieder mindestens 10 Grad kälter, das hat mir wohl einfach nicht gut getan. Jetzt geht es mir aber wieder gut 🙂

Am Ende des Schuljahres findet der Abschlussball; „Prom“; statt, deswegen war ich am vergangenen Wochenende ein Kleid aussuchen, und habe zum Glück eins gefunden. Für die, die sich jetzt fragen, sie ist doch erst in der 11 Klasse, wie kann sie dann zum Abschlussball der 12 Klasse gehen? Naja, man braucht generell nur ein „Date“ oder eine Begleitung aus der 12 Klasse und das war es dann auch schon :). Wie auch immer, ich habe jedenfalls ein Kleid gefunden, davon gibt es aber wahrscheinlich erst ein Bild am Abend des Proms.

Mehr gibt es jetzt wirklich im Moment nicht zu erzählen…die Abschlussarbeiten finden vom 20.06-23.06 statt, da ich aber nur 3 Arbeiten schreiben werde, muss ich nicht an allen Tagen anwesend sein. Dazu mehr im Juni.

Der Post ist sehr kurz, aber wenigstens etwas und ein kleines Update zu dem was hier so passiert.

Ein paar neue Bilder werden demnächst auch noch kommen, dafür einfach ganz unten auf dem Blog in der Bildergalerie nachschauen.

Halbzeit,….or is it only me who has the feeling that it is going to have an end soon?

Heute bin ich schon knapp 3 Monate hier und es fällt mir schwer daran zu denken dass die Zeit so schnell vergeht und ich in 2 Monaten wieder im Flieger sitzen werde.

Es ist ein komisches Gefühl alle meine Freunde die ich hier gefunden habe und alles andere in weniger Zeit zurücklassen werde und manche vielleicht nie wieder sehen werde. Abgesehen von diesem Fakt, genieße ich die Zeit hier natürlich in vollen Zügen, und es sind ja auch noch 2 Monate hin, bis ich wieder nach Hause muss, aber so kann ich mir überlegen was ich unbedingt noch unternehmen will bevor es wieder nach Hause geht.

Über die Sachen die ich hier noch unternehmen möchte bevor ich zurückgehe, bin ich mir noch nicht ganz klar. Als ich hier her gekommen bin, war das aufregendste höchstwahrscheinlich der erste Schultag und die Schule generell, und es ist immer noch so: Schule macht mir hier unglaublich viel Spaß. Ich möchte aufjedenfall noch so viel wie möglich mit meinen Freunden hier unternehmen und einfach Spaß haben!

Das Fazit nach den ersten paar Monaten: Eigentlich würde ich auch noch länger bleiben wollen, wenn ich könnte.

Klar, man kann natürlich sagen, dass ich erstmal nach Hause kommen soll, und dann kann man weitersehen und die Welt hat ja noch viele andere Länder die bestimmt sehr interessant sind, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass ich auch wenn ich zuhause bin, immer die Erinnerungen an diese Zeit haben werde, wenn ich an Kanada zurückdenke, und es einfach bisher die beste Zeit meines Lebens war.

Ja, da ist leicht klischeehaft, jeder Austauschschüler behauptet das von seinem Auslandsaufenthalt, aber es ist nunmal wahr.  Diese Erfahrung ist einmalig und nicht zu wiederholen, und auch diese muss irgendwann enden. Ich weiß, ich habe immer noch 2 Monate übrig, aber in Hinblick auf den Kalender und die Schultag die noch übrig sind, kommt es mir sehr wenig vor.

Die Entscheidung für meinen Auslandsaufenthalt bereue ich definitiv nicht. Am Anfang hatte ich Zweifel, doch jetzt nachdem ich mich hier eingelebt habe, bin ich mir sicher dass es eine sehr gute Entscheidung war. Und ich danke allen, die mich unterstützt haben und motiviert haben diesen Schritt zu machen (auch wenn ich einen Großteil selbst organisiert habe), und mir immer gesagt haben, dass sie stolz auf mich sind, dieses Auslandshalbjahr angetreten zu haben.

2 Monate übrig, fast 3 vergangen,  einige Blogposts veröffentlicht, viele Skype-Gespräche geführt, und es ist klar, das Ende ist zwar nah, aber noch nicht wirklich da. Also heißt es jetzt für mich auf jede Schulveranstaltung zu gehen (Schultanzabende), viel mit meinen Freunden unternehmen und einfach die Zeit zu genießen!

Ein Wochenende auf der Farm

Letztes Wochenende (08.04 & 09.04) habe ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester auf einer Farm in New Brunswick verbracht.

Am Freitag holte uns unsere Gastmutter in der Mittagspause von der Schule ab. Wir konnten so früh gehen weil uns unsere Gasteltern eine Entschuldigung für die letzten zwei Stunden geschrieben hatten.

Wir fuhren also gegen halb eins mittags los, und es regnete in New Glasgow. Am ersten Stop, einer kleinen Stadt namens Oxford (immer noch in Nova Scotia), waren es 21°C! Es war ein ziemlicher Temperaturunterschied zum Morgen und zum ca. 2 Stunden entfernten New Glasgow. Dann ging es weiter und wir fuhren vom Highway ab auf die „Landstraßen“. Ich glaube niemand in Deutschland würde diese Wege als Landstraßen bezeichnen, aber es waren wirklich richtig ausgeschilderte Straßen auch wenn sie manchmal aussahen wie ein Waldweg.

Wir verfuhren uns einige Male, was aber glücklicherweise dazu führte, dass wir relativ viel von der Umgebung sahen und schöne Eindrücke bekamen.

Auf der Farm kamen wir dann circa um 17.00 Uhr an, und wurden herzlich von einem Hund, und der Cousine meiner Gastmutter begrüßt. Wir aßen zu Abend, und zogen uns dann um, weil wir in die Scheune gehen würden um Kühe zu melken und mehr über das „Milk-Business“ zu erfahren.

Danachch führen wir noch ein wenig über das Gelände, auf dem noch Pferde, Schafe und sehr viele Katzen leben. Wieder am Wohnhaus angekommen war es schon dunkel, und meine Gastschwester und ich fielen sehr müde in unsere Betten. 

Am nächsten Morgen führen wir nach dem Frühstück in den Wald, um Ahornsirup zu sammeln. Am Ende durften meine Gastschwester und ich sogar unseren eigenen Ahornbaum suchen und Sirup von diesem sammeln. Nachdem alle Behälter von den Bäumen in einen Tank umgefüllt wurden, führen wir zurück zu einer anderen Scheune, in der der gesammelte Sirup noch einmal gekocht wurde, um das Wasser herauszubekommen und das ganze dickflüssig zu machen.

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch bei anderen Farmen vorbei, unteranderem auch bei einer Weihnachtsbaum-Farm, bei einem Schäfer und bei einer Farm auf der Schweine

Auf der Schafsfarm, durften meine Gastschwester und ich ein Lamm mit der Flasche füttern und im Hühnerstall Eier aufsammeln (Ja die meisten Farmen haben nicht nur z.B Schafe sondern auch Hühner für den Eigenbedarf).

Danach fuhren wir wieder zurück und aßen zu Abend, Pancakes und Ahornsirup natürlich. Nach dem Abendessen müssten meine Gastschwester und ich unsere Sachen zusammenpacken und uns dann auch schon wieder verabschieden.

Auf dem Weg nach Hause beschlossen meine Gastschwester und ich dem kleinen Jungen der mit seiner Familie auf der Farm lebt, immer mal wieder einen Brief zu schreiben, denn er war den ganzen Tag mit uns unterwegs und sehr traurig als wir wieder nach Hause mussten.

Die Fahrt nach Hause war kürzer als erwartet, und aus irgendeinem Grund nur halb so interessant wie die Hinfahrt, und wir waren circa um 21.00 Uhr wieder zuhause.

Die Märzferien/ March Break

Ein wenig verspätet, aber trotzdem mal ein Eintrag über die Märzferien.

Wir hatten Märzferien vom 13.03 bis zum 17.03, also genau eine Woche.

Meine Gastfamilie hatte nicht wirklich viel geplant am Anfang, es stand nur fest das wir irgendwann die Woche mal nach Halifax fahren wollten.

Aus diesem Grund, schlief ich am Montag erstmal aus, und ging dann am Nachmittag mit meiner Gastschwester ein wenig nach draußen. Wir stoppten bei Tim Hortons und liefen einfach ein wenig durch die Stadt. Als wir zurückkamen fragte uns unsere Gastmutter ob wir am nächsten Tag nach Halifax fahren und ein paar Freunde einladen wollten.

Also ging es am nächsten Tag gegen 10 Uhr los, da die Fahrt circa 2 Stunden dauern würde. In Halifax angekommen gingen wir ein wenig shoppen, hatten Lunch und gingen dann noch ins Kino. Wir fuhren relativ früh zurück, da wir noch einen Schneesturm erwarteten, weswegen wir schon gegen 7 Uhr wieder zu Hause waren.

Meine Gastmutter entschied am Abend dann noch spontan am nächsten Tag für eine Woche nach Cuba zu fliegen und eine Freundin lud mich und meine Gastschwester zum übernachten von Mittwoch auf Donnerstag ein.

Am Mittwoch gingen meine Gastschwester und ich in ein Museum in der Stadt (Museum of Industry, New Glasgow), wo wir unsere Freundin und deren Gastmutter trafen. Wir halfen noch an ein paar „Bastel-Stationen“, die an diesem Tag für kleinere Kinder dort aufgebaut waren, weil  die Gastmutter unserer Freundin freiwillig half und ein wenig überfordert war. Nachdem wir dann auch das Museum besichtigt hatten, fuhren wir zu unserer Freundin nach Hause, aßen zu Abend und schauten ein paar Filme. Ich wurde an diesem Abend noch von ihrer Gastmutter gefragt ob ich am nächsten Abend eine Präsentation über Deutschland für eine Community-Group (Women´s Institute of Pictou County) halten wollte. Nachdem ich mir ein wenig Gedanken darüber gemacht hatte, stimmte ich letztendlich zu, ich musste ja nur ein wenig über mich und meine Heimat erzählen.

Am nächsten Morgen fuhr mich die Gastmutter unserer Freundin nach Hause, damit ich noch etwas für die Schule machen und die Präsentation vorbereiten konnte. Gegen Abend fuhr mich mein Gastvater dann zu dem Ort wo die Präsentation sein würde und ich traf wieder auf meine Gastschwester,die den Tag bei dem Haus eines anderen Austauschschülers verbracht hatte.

Schlussendlich hielt ich dann diese Präsentation, es wurden Fotos gemacht und demnächst wird ein Artikel in der Zeitung erscheinen.

Die nächsten Tage passierte nicht viel, das einzig ungewöhnliche passierte am Sonntag. Meine Gastschwester und ich mussten mit dem Hund rausgehen. Es war sehr schönes Wetter und da es gegen Abend war wurde es recht schnell dunkel. Als wir uns auf dem Weg nach Hause befanden, kamen wir an einigen Gärten vorbei und auf einmal standen 3 Rehe circa einen Meter entfernt von uns und schauten uns an. Leicht verwirrt blieben wir kurz stehen, gingen jedoch dann weiter um zu bemerken das die Rehe, als wäre es das normalste der Welt, uns kurz folgten und dann die Straße überquerten. Ich habe nie bemerkt, dass Rehe in Deutschland so mitten in der Stadt sind oder generell nicht sofort wegrennen.

Naja, vielleicht sind die kanadischen Rehe einfach anders, kanadisch und freundlich, mal im Ernst: Das war echt komisch.

Jedenfalls waren das meine Ferien und das werden auch die einzigen Ferien sein, die ich hier haben werde. Um Ostern gibt es ein paar Feiertage aber das war es dann auch. Aber das ist okay, weil wir derzeit einige Schnee-Tage haben, also keine Schule 🙂

Das war es für diesen Post, also bis dann, Rieke 🙂

Die vierte&fünfte Woche, noch ein wenig mehr &was sonst noch so interessantes passiert ist…

Meine Woche begann mit der Orientation für die neu angekommenen Austauschschüler, dazu mehr im extra Post „Die Orientation“ :), und  sonst war die Woche eigentlich ziemlich ereignislos.

Am Dienstag (21.02.) wurden wir nach der Orientation am morgen danach zur Schule gefahren was bedeutete ,dass wir die erste Stunde und ein wenig von der zweiten verpassten. An diesem Tag passierte nicht mehr viel; nach einem normalen Schultag ging ich nach Hause, bereitete meine Schulsachen für den nächsten Tag vor und ging relativ früh ins Bett.

Diese Woche war Temperatur-technisch gesehen die wärmste die es im Februar je gegeben hat, bei circa +8°C Außentemperatur, was dazu führt das sehr viel des gefallenen Schnees schmolz.

Am Mittwoch (22.02) erfuhr ich in der Schule, dass aufgrund des Lehrerstreikes (der jetzt vorbei ist) alle Wintersportarten gecancelled sind, das heißt das Teams wie das Skiteam nicht zustande kommen werden. An diesem Tag hatte ich auch ein Law-Test,bei dem ich 97% erreichte, also fast alles richtig hatte. An diesem Tag war ich noch ein paar Sachen einkaufen, machte Hausaufgaben und ging dann relativ früh ins Bett.

Am nächsten Tag, Donnerstag (23.02), war mal wieder ein ganz normaler Schultag an dem ich noch zum meinem „Guidance-Counselor“ um mich zu informieren ob und wann andere Sportteams „Tryouts“ haben. Dieser hat mir das Badminton-Team, das Tischtennis-Team, das Leichtathletik-Team oder das Rugby-Team vorgeschlagen, wobei für mich sofort das Rugby-Team raus war, weil ich einfach zu viel Angst habe mir meine Knochen zu brechen :D. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden mit den Lehrern zu sprechen die für das jeweilige Team verantwortlich sind, um herauszufinden was die Voraussetzungen sind und wann die jeweiligen Tryouts sind.

Am Freitag (24.02) hat es mal wieder geschneit und es war alles gefroren was vorher geschmolzen war, weswegen ich erstmal auf dem Weg zum Schulbus hinfiel und dann einen blauen Ellenbogen hatte, was mir in der Yoga-Stunde auffiel.

An diesem Wochenende tat ich viel für die Schule (ja, hier muss man auch einiges für die Schule machen) denn einige Assignments mussten in der kommenden Woche eingereicht werden und war sonst nur zuhause. Am Sonntag war ich mit meiner Gastmutter in der Kirche und danach waren wir noch einkaufen und bei der Post, damit der Brief an Oma&Opa auch mal losgeschickt werden kann. Am Abend packte ich meine Skisachen in meinen Rucksack und bereitete mein Essen vor, weil wir am nächsten Morgen einem Ski-Ausflug machen würden.

Wie schon erwähnt am nächsten Morgen, Montag 27.02, fuhren meine Gastschwester und ich ganz normal mit dem Schulbus zur Schule, trafen dort so gegen 8.40 Uhr auf die anderen Internationals und fuhren gegen 9.10 Uhr los. Wir holten noch die anderen Austauschschüler von den anderen zwei Schulen  in der Stadt ab, weswegen ich Sofie (die ich auf der Orientation kennengelernt habe) gleich im Bus wiedersah. An der Skipiste angekommen liehen wir uns unsere Skiausrüstung aus, bekamen unsere Skipässe und mussten erstmal den „Bunnyhill“ runterfahren um zu beweisen das wir Ski fahren können. Nachdem wir diese „Hürde“ gemeistert hatten teilten wir uns in Gruppen auf und durften mit dem Sessellift bis ganz nach oben auf den Berg fahren. Es hat echt Spaß gemacht mal wieder Ski zu fahren und auszutesten was man noch so kann und nicht. Ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal Ski gefahren bin, aber ist ja auch egal, zumindest bin ich jetzt mal in Kanada Ski gefahren! (Kleine Nebeninfo, wir waren für den Tag von der Schule freigestellt :))

Nach diesem Ausflug fuhren wir gegen 15.00 Uhr wieder nach Hause und dort angekommen widmete ich mich noch ein letztes Mal einer Aufgabe die wir am nächsten Tag abzugeben hatten und ging dann nach einem sehr leckeren Abendessen recht früh ins Bett.

Die folgenden Tage ist nicht viel passiert, in der Schule war nicht viel los und es wird langsam alles mehr und mehr zu einer Routine. Am Donnerstag (02.03) schrieb ich einen Test in Canadian History und wir mussten noch einige letzte Assignments einreichen, außerdem erfuhr ich die ersten Noten. Diese werden ja hier in Prozent angegeben und ich muss sagen, ich bin besser als ich erwartet hatte: Ich habe sogar in einigen eingereichten Assignments 100%!

Nach der Schule fuhr ich wie jeden Tag mit dem Schulbus nach Hause, bereitete mich auf einen anstehenden Law-Test vor und ging wieder einmal früh ins Bett.

Kurze Erklärung: Law 12 ist ein akademischer Kurs, also ist er auch praktisch vorbereitend auf kanadische Universitäten, weswegen dort mehr Tests und Hausarbeiten sind.

Am Freitag (03.03) schrieb ich den besagten Law-Test der leider nicht so gut ausfiel wie ich mir erhofft hatte, was jedoch nicht so tragisch war weil ich auf ein eingereichtes Assignment 100% bekommen habe, also sich das ganze praktisch wieder relativiert. Außerdem haben wir in diesem Kurs im Semester vier Unterrichtseinheiten und jeder zwei Tests und eine größere Abschlussarbeit also steht noch nichts fest. An diesem Tag hatte ich, (wie jeden Tag denn ich hab ja immer das gleiche) auch Yoga und dieses Mal machten wir etwas sehr anderes als wir sonst machen: Wir hatten Theorie-Stunde und sollten uns in Paare aufteilen. Eine Person war Kamera und die andere Photograph. Die Person die die Kamera war musste die Augen die ganze Zeit geschlossen halten während die andere Person sie durch die Schule führte. Wir sollten unsere Kamera zu einem Ort in der Schule bringen der uns etwas bedeutet oder uns an etwas erinnert, also brachte ich meine Kamera zum Foyer. Warum? Naja, als ich an meinem ersten Tag in die Schule kam, meine Gastschwester schon zu ihrem Unterricht gegangen war und ich mit einem Lageplan der Schule und dem Namen meines Lehrers ein wenig verloren war, stand ich gefühlt zehn Minuten in dem besagten Foyer bis mich eine Lehrerin bemerkte und mich zu meinem Raum brachte. So viel zu meinem ersten Tag…

Wenn man an dem Ort angekommen war musste die Person die die Kamera darstellte die Augen kurz für ein paar Minuten öffnen, einen kurzen „Snap“ machen und die Augen dann wieder schließen. Danach tauschte man Positionen.

Diese Übung fand ich sehr spaßig wenn auch etwas schwierig, da man der Person die einen in der Schule herumführte vertrauen musste um nicht gegen Wände oder Menschen zu laufen. Und natürlich sich nicht darum kümmern was andere Schüler denken wenn ein Haufen Leute mit geschlossenen Augen durch die Schule geführt werden.

Dieser Tag bewies wieder einmal wie viel Spaß Schule doch machen kann, was ich manchmal in Deutschland sehr schnell vergesse.

Heute, Samstag (04.03) wachte ich entspannt so gegen 10.00 Uhr auf, frühstückte und fuhr dann mit meinem Gastvater einkaufen, weil ich demnächst etwas backen möchte und wir generell Lebensmittel brauchten. Danach räumte ich noch etwas auf, skypte und ging dann zu meiner Gastschwester, da der Sohn von meinen Gasteltern kommen würde und ich die kommende Nacht in ihrem Zimmer verbringen würde. Wir hatten aber vorerst noch Pläne: Wir trafen uns mit den anderen Internationals zum Abendessen in einem Laden der sich „Appelseed“ nennt und gingen danach noch zu „Gojis“ Frozen Yogurt essen. Ein sehr lustiger und gelungener Abend.

Ich habe auch festgestellt, dass alles langsam zum Alltag wird: Aufstehen, zur Schule gehen, andere Internationals treffen, Unterricht haben, nach Hause fahren und so weiter. Wahrscheinlich wird demnächst noch mal ein Post über eine Schultag und/oder meinen normalen Alltag kommen.

Das war eine Zusammenfassung der letzten Tage, ich hoffe sie war ausführlich genug. Und eine kleine Nachricht an meinen Onkel: Ich kann die Kommaregeln,nur das Problem ist dass die Kanadier die Kommas anders setzen und da ich hauptsächlich auf Englisch schreibe, habe ich mir das schon ein wenig angeeignet. Tut mir leid, ich glaube dein Instinkt des Besserwissens muss das noch ein wenig aushalten.

Außerdem eine kleine Info: unten sind ein paar neue Bilder eingefügt. Ich weiß, nur ein paar aber keine Sorge es werden noch einige kommen!

Bis dann, Rieke 🙂

Die Orientation

Am Montag den 20.02 hatten wir eigentlich einen gesetzlichen Ferientag, doch für mich ging es gegen 09.00 Uhr los zum Treffpunkt mit den neuen Internationals aus meinen Ort, um auf die Orientation zu fahren. Dort angekommen verabschiedete ich mich von meinem Gastvater, der mich netterweise hingefahren hatte, dann setzen sich alle in den typisch gelben Schulbus und begaben uns auf den Weg nach Truro. Gleich am Anfang der Busfahrt drehte sich das Mädchen vor mir um und fragte woher ich komme und es stellte sich heraus, dass sie aus Hamburg kommt! Ich war echt froh mal wieder mit jemandem Deutsch reden zu können und Sofie und ich unterhielten uns die gesamte Busfahrt bis wir in Truro den Bus wechseln mussten. Zum Glück gab es noch eine Bank auf der noch keiner saß, also konnten wir uns wieder nebeneinander setzen und unser Gespräch fortsetzen. Und es war so, als würden wir uns schon Ewigkeiten kennen, wir redeten über alles Mögliche und es war einfach mal wieder gut jemanden zu treffen der dieselbe Sprache spricht und zudem auch noch dieselben Erfahrungen teilt. Nach einer längeren Busfahrt kamen wir in Halifax am Eishockeystadion, stiegen aus dem Bus und bekamen unsere Karten. Wir gingen ins Stadion und fanden recht schnell unsere Plätze, die meiner Meinung nach sehr gut waren, und bekamen die „Regeln“ des Eishockeystadions erklärt.  Es gab eigentlich nur eine und zwar, dass man nicht laufen sollte während die Spieler am Spielen sind, nur wenn die Musik läuft oder wenn Pause ist. Ich saß wieder neben Sofie und unserer Meinung nach war das Spiel zwar gut (Halifax hat gewonnen), aber wir hätten gerne mehr „typische“ Eishockey-Fights gesehen, also praktisch dass die Spieler aggressiver sind. Denn jeder Kanadier sagt, es ist kein richtiges Eishockeyspiel ohne mehrere „richtige“ Kämpfe. Außerdem haben wir natürlich darauf geachtet, den „hübschesten“ Spieler zu finden und waren dann der Ansicht, dass eigentlich keiner unfassbar hässlich ist sondern dass alle wie ich immer so gerne sage  „annehmbar“ sind. Nach dem Spiel fuhren wir im Bus zum Hotel wo unsere Orientation stattfinden würde. Dort angekommen gab es erst mal Abendessen und dann bekamen wir unsere Zimmer. Zu meinem Glück war ich mit Sofie, einem anderen deutschen Mädchen und einer Italienerin auf einem Zimmer. Sofie und ich bemerkten jedoch nicht, dass die zwei mit dem Zimmerschlüssel schon weg waren und wir natürlich überhaupt keine Ahnung  hatten wo unser Zimmer war, geschweige denn unsere Zimmernummer wussten. Schlussendlich fanden wir dann doch heraus, dass unser Zimmer mit den anderen Mädchen-Zimmern auf einem Flur ist und hatten Glück als unsere Mitbewohnerinnen gerade auf den Flur kamen als wir planlos herumliefen.

Nachdem wir unsere Sachen auf unser Zimmer gebracht hatten gingen wir wieder zum Treffpunkt, wo uns unsere Koordinatoren schon erwarteten. Wir wurden in unsere Schulen aufgeteilt und redeten über Anpassungsschwierigkeiten, große kulturelle und kulinarische Unterschiede und natürlich über die Regeln des Programms. Anschießend sprachen wir noch über den anstehenden Ski-Trip nächste Woche Montag (27.02.17) und mussten uns ein Video über Sicherheit beim Skifahren anschauen. Danach fanden noch einige Gruppenaktivitäten statt und dann konnten wir gegen 23.00 Uhr endlich ins Bett, denn es war ein langer Tag und am nächsten Tag mussten wir in die Schule.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück, nachdem wir unsere Zimmer verlassen hatten was jedem aus meinem Zimmer schwerfiel, da die Nacht doch ein wenig zu kurz war. Wir mussten circa eine halbe Stunde auf unseren Bus warten, der uns zu unserer Schule bringen würde doch diese Zeit konnte man gut mit reden überbrücken. Als der Bus da war, circa 9.40 Uhr, stand uns wieder eine Stunde Busfahrt bevor. Wir hielten an allen Schulen der Stadt der Reihenfolge nach, sodass meine Schule als letztes dran war. Als wir an Sofies Schule ankamen, war ich doch etwas traurig dass die Orientation schon um war, denn es hat am Ende doch sehr viel Spaß gemacht, was ich anfangs nicht erwartet hatte. Doch, schlau wie wir sind, haben Sofie und ich natürlich alle Social Media Profile ausgetauscht, sodass wir in Kontakt bleiben können.

Das war es dann auch schon mit der Orientation. An meiner Schule angekommen begann der Schulalltag einfach wieder als wäre nichts gewesen.

Wie die Tage vergehen/ Die zweite&dritte Woche in Kanada

Es ist jetzt genau 3 Wochen her, seitdem ich hier in Kanada angekommen bin, und ich kann sagen: Ich bin endlich angekommen. Der Zeitunterschied von 5 Stunden ist überwunden für mich (ich wache nicht mehr um 4 Uhr nachts auf, weil mein Kopf denkt dass es schon 9 Uhr morgens ist), ich finde mich langsam aber sicher in der Schule zurecht, kann meinen Spind öffnen und kann endlich mal die Namen der Internationals auswendig, mit denen ich meine Pausen verbringe.

Des weiteren ist in der zweiten Woche (06.06-12.02), nicht viel passiert. Wir hatten am 09.02 einmal schulfrei, sonst war die Schule so wie sie sonst immer ist, nur dass einige größere Arbeiten angekündigt wurden. Am Samstag war ich noch auf einer Geburtstagsfeier von einer Austauschschülerin, es war sehr lustig und schön die anderen Internationals wiederzusehen.

In der dritten Woche hier (13.02-19.02), fiel sehr viel Schnee (circa 50cm), wir hatten zwei Schneestürme und drei Mal schulfrei wegen des Schnees, Eisregen und/oder den Straßenzuständen. Also eine ziemlich entspannte Woche. In Nova Scotia befinden sich die Lehrer gerade im Streit mit der Landesregierung weswegen am Freitag ebenfalls die Schule ausfiel, also wir nur am Mittwoch diese Woche Unterricht hatten.

Aufgrund des Streikes Lehrer, sind derzeit keine Nachmittagsaktivitäten an der Schule, aber es sieht so aus dass dieser Streik am Dienstag (21.02) vorbei sein sollte weswegen dann wieder Clubs und Teams nach der Schule sind. Und es sieht so aus, als hätte ich gute Chancen in das Ski-Team oder den Chor zu kommen.

Gestern (17.02) war ich mit meiner Gastschwester und einer Freundin bei einem Highschool Hockey-Spiel, was unsere Schule zwar verloren hat es aber trotzdem wert war es zu sehen, denn wenn man schon mal in Kanada ist, muss man sich mindestens ein Hockey-Spiel ansehen.

Heute (18.02) war ich mit meiner Gastschwester bei einer „Coasting-Party“, wo wir Schlitten fahren waren und uns mit den anderen Internationals getroffen haben.

Nächste Woche Montag und Dienstag steht eine „Orientation“ für die neu angekommenen Internationals an, also auch für mich, wo wir uns ein Hockey Spiel ansehen werden und uns die Regeln des Austausches noch einmal erklärt werden.

So, das waren die letzten Tage kurz zusammengefasst. Ich bin zwar erst ein paar Wochen hier, aber manchmal habe ich das Gefühl, ich wäre schon Ewigkeiten hier und nicht erst diese kurze Zeit. Es gibt noch so viel was ich hier unternehmen und erleben will und hoffentlich Mitglied einer der Clubs oder Teams an der Schule werden.

Das war es für den heutigen Post, bis zum nächsten Mal 🙂